Grünkohlessen Alte Herren – hier kommen die Fakten auf den Tisch…

Was haben schmutzige Fußballwäsche und die Sportschau mit dem Heiraten zu tun? Wieso brauchen wir Eier? Warum ist die Bayer Aktie in Gefahr? Und warum hat die Alte Herren ein neues Management? Dies und vieles mehr erfuhren die rund 40 Teilnehmer beim Grünkohlessen (war übrigens absolut lecker!) der Alten Herren des BSV im Vereinslokal Zur Post aus Jürgen Groteschultes traditionellem Jahresrückblick.
„Wir brauchen Eier“ welcher Fußballer kennt ihn nicht, diesen markanten Ausspruch des Torwart Titanen Oliver Kahn, mit dem er seinerzeit seine Mitspieler aufrütteln wollte. Günther Pösse hatte wohl anderes im Sinn, als er sich während der letzt jährigen Mannschaftsfahrt der Alten Herren in Berlin beim Frühstück nach unbestätigten Zeugenaussagen ein halbes Duzend hart gekochter Eier einverleibte. Auch die fünf Brötchen sprechen eher dafür, dass er einfach nur Hunger hatte. Laudator Groteschulte berichtete jedenfalls, dass das Hotel ob dieses „Vorfalls“ wohl seine Angebotsstrategie ändern wird und Hotelübernachtungen zukünftig nur noch ohne Frühstück anbietet.

Ehrungen für Rainer Sprehe und Jürgen Schmock für ihr Engagement in der Alten Herren


Themenwechsel. Rainer Sprehe und Jürgen Schmock haben Ihre Posten als Manager der Alten Herren zur Verfügung gestellt und einem neuen Team um Frank Niepel und Stephan vor dem Mesche Platz gemacht. Wohl aus gutem Grund, wie Groteschulte in seinem Rückblick vermutet. Ließen die sportlichen Leistungen in 2011 doch sehr zu wünschen übrig. Nicht einmal gegen den Ortsrivalen aus Neuenkirchen – sonst immer eine dankbarer Punktelieferant – wollte es so recht klappen. Mit 1:7 ging man beim letzten Auswärtsspiel unter. Und überhaupt kamen nur wenige Siege zu Stande. Einer davon zudem auf besonders fragwürdige Weise. So wertete Groteschulte das Auswärtsspiel in Üffeln - bzw. die Fahrt dorthin - mit einem 2:0 für den BSV. Der Gegner war nicht angetreten. Dies lag allerdings nicht etwa daran, dass die Üffelner etwa vor dem Gegner Angst hatten. Vielmehr handelte es sich um einen Fehler im Terminkalender des BSV. Was ist nur los mit den Alten Herren? Vielleicht liegt es einfach nur am Altersdurchschnitt der Truppe, der bei fast 43 Jahren liegt. Dazu trägt Heini Röhling einiges bei, feierte er doch letztes Jahr seinen 60. Geburtstag. Wie lange wird er uns wohl noch als Spieler die Treue halten, fragte sich Groteschulte – nicht ohne Hintergedanken. Er hatte nämlich nicht den Qualitätsverlust für das Team im Sinn, den Röhlings Karriereende zweifellos bedeuten würde. Er sorgt sich vielmehr um Inhaber von Bayer Aktien, die sicher hohe Kursverluste hinnehmen müssten, wenn Dauerbrenner Heini als Großabnehmer des Wärmepräparats Finalgon ausfallen würde.
Geheiratet wurde letztes Jahr in den Reihen der Alten Herren übrigens auch sehr fleißig. Gleich vier Paare gaben sich das Ja Wort. Groteschulte stellte die Theorie auf, dass die Männer mit ihren Heiratsanträgen nur sicherstellen wollten, dass sie auch in Zukunft samstagabends ungestört die Sportschau gucken und ihre dreckige Fußballgarnituren mit nach Hause bringen dürfen. Das Gelächter der anwesenden Damen über diese doch etwas eigenwillige Sicht der Dinge sprach Bände. Unter den Männern soll es allerdings mehrfach zustimmendes wie bedauerndes Kopfnicken gegeben haben.
Natürlich vergaß Groteschulte nicht, den Sportler des Jahres noch einmal lobend zu erwähnen. Peter Moritz hat sich diese Auszeichnung sicher verdient. Allerdings bestimmt nicht mit herausragenden sportlichen Leistungen, stellte Groteschulte nüchtern fest. Vielmehr habe er seine Funktion als Getränkewart Gewinn bringend eingesetzt. Er hat sich wohl quasi „hoch geschlafen“, vermutete der Redner. Aber immerhin! Schließlich haben andere – nein, hat wohl nur ein anderer Spieler die Auszeichnung „Sportler des Jahres“ noch nie erhalten: Klaus Oevermann. Zwar sei er ja schon mehrfach nominiert gewesen, aber zu mehr hat es bisher nicht gereicht. Als Trost ist er ja letztes Jahr wenigstens zum Kohlkönig auserkoren worden.
Gutes Stichwort. Kohlkönig 2012 ist Horst Kaminski. Seine gigantische Torausbeute als Stoßstürmer der Ü40 Mannschaft beim internen Hallenturnier brachte ihm letztendlich diese Auszeichnung ein. Herzlichen Glückwunsch!
Zu guter letzt gab Groteschulte bekannt, dass er in Zukunft den Jahresrückblick nicht mehr zusammen- und vortragen wolle. Ihm gehen schlichtweg die Themen aus. Aber mal ganz ehrlich: dieser unvollständige Bericht hier beweist doch eindeutig das Gegenteil.
Ach ja: es gab nach dem Grünkohlessen noch ein Spiel zur allgemeinen Erheiterung. Tabu – Männer gegen Frauen. Das Ergebnis spiegelte die Bilanz 2011 der Alten Herren original wieder. Es setzte nämlich eine deftige Niederlage für die Männer. Vielleicht hätte man es so machen sollen wie beim „Phantomspiel“ gegen Üffeln. Einfach den Frauen ein anderes Datum für das Grünkohlessen geben und schon ist der „Sieg“ gewiss…
p.s.: dieser Bericht ist natürlich alles andere, aber nicht ernst gemeint!

(Bericht: Dennis Brömlage)

 
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